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Markt & EntwicklungRegulierung

Hohe Qualität bei strenger Kontrolle

Hohe Qualität bei strenger Kontrolle

Zulassung, Vermarktung und Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden von zahlreichen internationalen und nationalen Gesetzen und Bestimmungen geregelt. Gleichzeitig kontrollieren die zuständigen Behörden ständig die Qualität von landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln, die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten können. Ziel aller Maßnahmen ist es, Risiken von Pflanzenschutzmitteln für Mensch und Umwelt auszuschließen.

Gesetzliche Anforderungen an Pflanzenschutzmittel sind europaweit gestiegen
Bevor Pflanzenschutzmittel auf den Markt gebracht werden können, benötigen sie eine amtliche Zulassung. Um potenzielle Risiken zu minimieren, sind die Anforderungen für die Zulassung im Laufe der Jahre ständig gestiegen. Generell müssen Pflanzenschutzmittel zwei zentrale Kriterien erfüllen:

  • Pflanzenschutzmittel müssen Schädlinge und Krankheiten wirksam bekämpfen können, ohne dabei die Kulturpflanzen zu beeinträchtigen.
  • Bei sachgemäßer Anwendung dürfen Pflanzenschutzmittel keine schädlichen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt haben.

Pflanzenschutzmittel gehören heute zu den am besten untersuchten Chemikalien weltweit. Das liegt an den strengen Prüfverfahren, die Pflanzenschutzmittel für die Zulassung durchlaufen müssen.

Die in Pflanzenschutzmitteln enthaltenen Wirkstoffe werden auf EU-Ebene nach einheitlichen Kriterien geprüft. Im Auftrag der Europäischen Kommission erfolgt diese Prüfung zunächst durch die nationalen Behörden, wobei die zu erfüllenden Prüfanforderungen in europäischen Rechtsvorschriften festgelegt sind. Danach erfolgt eine weitere Prüfung des Wirkstoffs durch einen europäischen Sachverständigenausschuss. Erfüllt der Wirkstoff die gesetzlichen Kriterien, darf er als Bestandteil von Pflanzenschutzmitteln verwendet werden.

Zonale Zulassung
Die fertigen Pflanzenschutzmittel werden auf Ebene der Mitgliedsstaaten durch nationale Behörden zugelassen. Mit der Einführung der sogenannten "Zonalen Zulassung" durch eine EU-Verordnung im Juni 2011 können Antragsteller nunmehr gleich für mehrere Mitgliedsstaaten einer Zone Zulassungen beantragen. Einer der Mitgliedsstaaten nimmt stellvertretend die Bewertung vor, die anderen erteilen anschließend auf Basis dieser Bewertung in einem verkürzten Verfahren die Zulassung. Die EU wird dazu in drei Zonen eingeteilt:

Zone A – Norden
Dänemark, Finnland, Schweden, Estland, Lettland, Litauen

Zone B – Mitte
Deutschland, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, UK, Irland, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn

Zone C – Süden
Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Malta, Griechenland, Zypern, Bulgarien

Der Zulassungsprozess in Österreich
Die Zulassung für ein Pflanzenschutzmittel erteilt in Österreich das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES). Dafür greift das BAES auf Bewertungsberichte und Gutachten von Experten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sowie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zurück.

Überprüft und bewertet werden die Wirksamkeit und Pflanzenverträglichkeit, mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie das Verhalten eines jeden Wirkstoffes und seiner Abbauprodukte in der Natur (Luft, Wasser, Boden). Erst wenn die Bewertungen der AGES und BAES ergeben, dass ein Pflanzenschutzmittel wirksam ist und sich ohne unannehmbares Risiko für Mensch, Tier und Umwelt einsetzen lässt, werden die Bedingungen festgelegt, unter denen das Mittel angewandt werden darf. Dazu gehören Anwendungshäufigkeit und -zeitpunkt, die Wartezeit zwischen letzter Behandlung und Ernte oder Auflagen wie Mindestabstände zu Gewässern.

Die Zulassung gilt nur für genau festgelegte Anwendungsgebiete und für maximal zehn Jahre. Eine Verlängerung ist nur nach einer neuerlichen umfassenden Bewertung nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Technik möglich.

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