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Europol: 122 Tonnen Counterfeits beschlagnahmt

Europol: 122 Tonnen Counterfeits beschlagnahmt

Im Rahmen der von europäischen Ermittlern durchgeführten Operation Silver Axe II wurden 122 Tonnen Counterfeits, also gefälschte Produkte beschlagnahmt. Diese Produkte werden vor allem in Asien produziert und über Internet oder mobile Händler in Europa verkauft. Aufgrund Aufmachung sind illegale Produkte schwer von Originalprodukten unterscheidbar.

Die internationale Großaktion Silver Axe II wurde von Europol und OLAF organisiert. Über einen Zeitraum von zehn Tagen wurden Transporte an Flug- und Seehäfen sowie Landesgrenzen von insgesamt 16 EU-Ländern untersucht. Ermittler suchten gezielt nach illegalen Produkten sowie gefälschten Warenzeichen und Patenten. Mit 122 Tonnen der Produkte für die Landwirtschaft können fast 5.000 Quadratkilometer Boden behandelt werden – mit zum Teil schwerwiegenden Folgen für Umwelt, Boden, Ertrag und Ernte sowie Nahrungsmitteln und damit auch der menschlichen Gesundheit. Im Gegensatz zu anderen typischen gefälschten Waren, wie Schuhen oder T-Shirts, würden Counterfeits ein hohes Risiko für Menschen darstellen, erklärte Graeme Taylor von der European Crop Protection Association (ECPA). Es müsse eine Null-Toleranz-Politik für solche Aktivitäten geben. Operation Silver Axe II habe hervorgehoben, wie groß das Ausmaß an diesen Fälschungen und wie wichtig Kooperation in solchen Situationen ist. Die Zusammenarbeit von Europol und den Behörden mit den Pflanzenschutzmittelherstellern und den Länderorganisationen war essenziell für den Erfolg der Aktion.

Bereits im Jahr 2016 machte die Industriegruppe Pflanzenschutz (IGP) die Öffentlichkeit auf mögliche Risiken durch Counterfeits aufmerksam. Die IGP will vor allem für das Thema sensibilisieren und mögliche Auswirkungen der Verwendung von gefälschten Produkten aufzeigen. Als Maßnahmen wurden gefordert:
- Landwirte kontinuierlich auf die möglichen Risiken durch illegale Produkte hinweisen, dazu wurde u.a. ein Poster an Fachmärkte verteilt
- Produzenten, die für sich und auch andere produzieren und abfüllen, sensibilisieren
- Standards zur behördlichen Kontrolle von illegalen Produkten am Markt sowie beim Import vereinheitlichen und einhalten
- Weiteres Vorantreiben der internationalen Kooperation über Grenzen und Länder hinweg

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