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Vom Bannfluch bis zum Hightechprodukt

am 12. Oktober 2014

Gute Ernten, schlechte Ernten – das Wetter ist in der heutigen Zeit meistens das Zünglein an der Waage. Dank moderner Anbaumethoden mit gezieltem Pflanzenschutz und bedarfsgerechter Düngung können Landwirte heute deutlich mehr ernten als früher. Unsere Vorfahren konnten ihre Kulturen kaum gegen Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter verteidigen. In ihrer Not versuchten die Menschen im Mittelalter, Schädlinge sogar mit Bannflüchen fern zu halten. Heute gibt es für viele Probleme maßgeschneiderte Lösungen. Diese sind dem Forscher- und Erfindergeist herausragender Persönlichkeiten zu verdanken.

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Auf der schwarzen Liste

am 28. September 2014

Wenn die Voraussetzungen stimmen, kann das Großblütige Heusenkraut ein Ökosystem aus den Fugen geraten lassen. Die Wasserpflanze sieht zwar nett aus, sie kann aber ganz anders sein. Bei günstigen Bedingungen kann sie Flora und Fauna in langsam fließenden und stehenden Gewässern in kurzer Zeit verändern und die einheimischen Arten verdrängen. Die Pflanze zählt zu den aggressiven invasiven Arten. Aufgrund ihres Verbreitungspotenzials steht der Einwanderer in Deutschland auf der schwarzen Liste. Für Gartenteich und Aquarium sollte man einheimische Arten bevorzugen.

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Käfer als Biowaffe gegen Ambrosia

am 18. September 2014

Mit ihren kleinen, grün-gelben Blütenköpfen wirkt sie unscheinbar und harmlos. Doch der Blütenstaub der Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ist einer der stärksten Allergieauslöser beim Menschen. Auch als Ackerunkraut richtet die Pflanze beträchtliche Schäden an. Forscher der Universität Freiburg entdeckten im Sommer 2013 einen Käfer, der das Beifußblättrige Traubenkraut, wie die Ambrosie auch genannt wird, im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern hat: den Ambrosia-Blattkäfer (Ophraella communa). Er könnte die Ausbreitung der Ambrosie in Europa entscheidend eindämmen. Sein Einsatz als biologisches Pflanzenschutzmittel ist allerdings erst möglich, wenn bewiesen ist, dass er das heimische Ökosystem nicht schädigt. Bislang sind die Forschungsergebnisse vielversprechend: Der Käfer scheint auf die Ambrosie spezialisiert zu sein und keine anderen Pflanzen zu schädigen.

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Fadenwurm und Pilz schädigen Sojabohne

am 13. August 2014

In den USA tritt seit Jahren die gefürchtete Krankheit „Sudden-Death-Syndrom“ (Plötzlicher Tod-Syndrom) an Sojabohnen auf, bei der ein Nematode und ein Pilz gemeinsam ihre Vernichtungskraft entfalten und die Sojapflanze zum Absterben bringen. Der Wissenschaftler Andreas Westphal vom Julius Kühn-Institut (JKI) in Braunschweig konnte zusammen mit australischen, chinesischen und amerikanischen Kollegen zeigen, dass der Pilz Fusarium virguliforme und der Fadenwurm Heterodera glycines eine unheilvolle Allianz eingehen. „Mit Hilfe der Daten konnten wir ein Modell entwickeln, das die Rolle des Pilzes und des Nematoden quantitativ darstellt“, berichtet Dr. Westphal vom JKI. Die Forscher konnten einen klaren Zusammenhang zwischen der Stärke der Krankheitsausprägung und der Befallsstärke von Pilz und Nematode in der Ausgangserde feststellen. Auch Krankheitsstärke und Ertrag hängen zusammen. Sind die Konzentrationen von Nematoden und Pilz bekannt, lässt sich das Ausbruchsrisiko und die Krankheitsintensität voraussagen.

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Schad' drum!

am 21. Juli 2014

Jetzt im Juli beginnt für viele heimische Gemüse- und Obstsorten die Haupterntezeit und als Konsument fühlt man sich bei der großen Auswahl wie im Schlaraffenland. Allerdings bleibt auch viel Obst und Gemüse am Feld liegen. Gleichzeitig ist Armut in Österreich für mehr als zehn Prozent der Bevölkerung tägliche Realität und immer mehr Initiativen versuchen, der Lebensmittelverschwendung einen Riegel vorzuschieben. Die Frage ist: Wie lässt sich Obst und Gemüse von Anfang an so nutzen, dass auch beim Produzenten möglichst wenig entsorgt werden muss?

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Feuerbrand - Mit künstlicher Infektion zum Erfolg

am 14. Juli 2014

Wenn im Frühjahr warmfeuchtes Wetter dem Bakterium Erwynia amylovora in die Hände spielt, droht den Kernobstanlagen große Gefahr. Bei Feuerbrandbefall sind nicht nur Ernteverluste programmiert, es kann auch die radikale Rodung sämtlicher Bäume angezeigt sein. Jetzt haben Forscher der ETH Zürich und des Julius Kühn-Instituts eine Lösung gefunden, wie der Schädling mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden kann. Statt auf den Befall mit herkömmlichen Abwehrmechanismen bei unsicherem Erfolg zu reagieren, ergreifen die Wissenschaftler die Initiative und schreiten in Richtung implantierte Resistenz. Der von ihnen ausgewählte Apfel, in diesem Fall ist es die beliebte Sorte Gala, wird dabei durch den Einbau eines Wildapfel-Gens so widerstandsfähig gemacht, dass der Feuerbranderreger ihm nichts mehr anhaben kann. Damit hat der Obstbauer in Zukunft die Möglichkeit, Äpfel und Birnen anzubauen, die sich selbst vor Feuerbrand schützen.

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Vorsicht bei schwarzem Nachtschatten

am 30. Juni 2014

Sein finsterer Name ist Programm: Wenn der Schwarze Nachtschatten auf Äckern auftaucht, ist Vorsicht geboten. Die unreife Pflanze enthält nämlich verschiedene Alkaloide, die für Mensch und Tier giftig sind. Das Unkraut entwickelt und vermehrt sich besonders gut in Kulturen, die erst im Frühjahr gesät werden und den Boden spät abschatten. Dazu zählen Zuckerrüben, Mais, Erbsen und Kartoffeln. Die Früchte des Schwarzen Nachtschattens haben etwa Erbsengröße. Deswegen müssen Erbsenanbauer besonders darauf achten, dass ihre Äcker unkrautfrei bleiben, damit die Früchte bei der Ernte nicht in die Nahrungskette gelangen. Das Alkaloid Solanin wird weder durch Erhitzen noch durch lange Lagerung abgebaut. Deshalb kann ein hoher Anteil der auffallend dunkelgrünen Pflanzen in Maissilage für Rinder gefährlich werden. Weil die Pflanze botanisch eng mit Kartoffeln verwandt ist, ist ihre chemische Bekämpfung in dieser Kultur kaum möglich.

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Sorgen Drohnen für die nächste grüne Revolution?

am 20. Juni 2014

Wer bei dem Begriff Drohne gleich an Militäreinsätze in unwegsamen Gegenden Afghanistans denkt, liegt in diesem Fall daneben. Auch männliche Bienen haben nichts mit den Drohnen zu tun, die mittlerweile immer häufiger in den Schlagzeilen von landwirtschaftlichen Fachmedien auftauchen. Für das Magazin „Technology Review“ des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) gehören die unbemannten Flugobjekte zu den zehn bahnbrechenden und zukunftsweisenden Technologien 2014. Was können Drohnen, und werden sie die Landwirtschaft revolutionieren?

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